Das Leben hier und im Jenseits

20. Juni, Margareta Ebner

Margareta Ebner wurde 1291 in Nürnberg geboren. Mit erst 15 Jahren trat sie in das Kloster Medingen ein. Sie hatte ein ungemein zartes, liebeverlangendes Herz vom Schöpfer erhalten. Sie war Gott treu, auch als sie eine schwere ungewöhnliche Krankheit zu erleiden hatte. Das große Geheimnis des Leidens; das jedes Leid eine Gnade ist und je größer das Leid umso größer die Gnade, wenn man es mit wohlbereitem Herzen aufnimmt. Ihre Leiden waren nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Ein höherer Einfluß war wirksam. Das kommen und gehen des Leidens hing eng mit dem Kirchenjahr zusammen. Es stieg besonders in der Fastenzeit an. Unerträgliche Schmerzen drangen ihr bis in ihr Herz hinein und waren im ganzen Körper, sodas sie weder sehen noch sprechen noch ein Glied bewegen konnte. Dann trat wieder Besserung ein, aber sie litt 13 Jahre schwer. Trotz des Leids ist sie immer die gütige liebenswürdige Duldnerin geblieben. Margareta übte auch schwere Bußwerke, sobald das ihre Gesundheit zulies. Sie beschränkte das Reden, übte in Speise und Trank eine Enthaltung. Größer war jedoch ihre innere Abtötung. Der Verzicht auf eigenen Willen, auf mancherlei Herzenswünsche. Sie hatte ein tiefes Verständnis für die Liebe zum heiligsten Herzen Jesu. Margareta sagte: Sag mir doch bei der Liebe des Herzens Jesu Christi, woher kommt den Trost und Friede, Freude und Glück, Wonne und Seligkeit, woher anders als aus dem tiefinnersten Herzen Jesu. Ich habe großen Eifer, sagte sie und große Andacht zu den armen Seelen und das macht mich empfänglich für Gott und dem ewigen Leben. Eine befreiende arme Seele entrichtet ihren Dank. Liebe strebt nach Verähnlichung!

Sie starb am 20. Juni 1351. Margareta Ebner wurde am 24. 2. 1979 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

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